Interviewt: Wie die Mitgliedschaft bei HD Sunflower Gastfreundschaft noch inklusiver macht

Menschen & Kultur
 -  22.07.26 - 08:15
Frau beim Check-in an einer Hotelrezeption

Nicht jede Behinderung ist sichtbar. Umso wichtiger sind Aufmerksamkeit, Verständnis und ein Umfeld, das auf individuelle Bedürfnisse eingeht. Mit der Mitgliedschaft bei Hidden Disabilities Sunflower setzen die ZFV und Sorell ein sichtbares Zeichen für mehr Inklusion und Chancengerechtigkeit. Warum das gerade in Hotellerie und Gastronomie entscheidend ist und wie gelebte Inklusion im Alltag aussehen kann, erklären CPO Angela Tauro und Stv. COO Hotels Nicole Thurnherr im Interview.

Frau steht vor einem bunten Hintergrund in einem grünen Anzug

Angela Tauro

ZFV: Angela warum engagiert sich die ZFV für Hidden Disabilities Sunflower?

ZFV: Warum ist das Thema für Gastronomie besonders wichtig?

Frau blickt lächelnd in die Kamera
Nicht sichtbare Behinderungen werden oft nicht erkannt. Umso wichtiger sind Sensibilisierung, Verständnis und die Bereitschaft, individuell auf Menschen einzugehen.
Angela Tauro CPO
Frau mit einer Brille lächelt schräg zur Kamera gedreht

Nicole Thurnherr

ZFV: Nicole, warum engagiert sich Sorell für Hidden Disabilities Sunflower?

ZFV: Was bedeutet ein verständnisvoller Umgang aus deiner Sicht für Betroffene?

ZFV: Warum ist das Thema für die Hotellerie besonders wichtig?

Frau lächelt in die Kamera, trägt einen blauen Anzug
Inklusion ist kein Zusatz, sondern ein wichtiger Bestandteil von gelebter Gastfreundschaft und Servicequalität.
Nicole Thurnherr Stv. COO Hotels

ZFV: Welche Massnahmen wurden bereits umgesetzt?

Angela Tauro: Als ZFV verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz über sämtliche Geschäftsbereiche. Dazu gehören faire und diskriminierungsfreie Rekrutierungsprozesse, die Förderung von Diversität auf allen Hierarchiestufen sowie flexible Arbeitsmodelle. Chancengerechtigkeit verstehen wir als kontinuierlichen Prozess und festen Bestandteil unserer Kultur.

Nicole Thurnherr: Absolut, entsprechend setzen wir das auch bei Sorell um. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Sensibilisierung und Schulung unserer Teams. Mitarbeitende lernen, Situationen besser einzuschätzen und empathisch zu handeln. Mit der Sunflower-Mitgliedschaft haben wir das Thema noch bewusster in unsere Serviceprozesse integriert.

ZFV: Woran lassen sich Fortschritte im Bereich Inklusion und Chancengerechtigkeit erkennen?

Angela Tauro: Ein wichtiges Zeichen wäre, wenn Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ihre Bedürfnisse selbstverständlich äussern können, ohne Angst vor Unverständnis oder Stigmatisierung.

Nicole Thurnherr: Absolut, Fortschritt zeigt sich auch dann, wenn Rücksichtnahme und Verständnis zur Selbstverständlichkeit werden. Wenn Mitarbeitende intuitiv sensibel reagieren und Verhaltensweisen nicht vorschnell bewerten, sondern mit Offenheit begegnen.

ZFV: Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Angela Tauro: Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Vielfalt in all ihren Facetten als Bereicherung verstanden wird und Menschen unabhängig von sichtbaren oder unsichtbaren Einschränkungen akzeptiert werden. Unser Ziel ist eine Kultur des Hinschauens, Zuhörens und Verstehens.

Nicole Thurnherr: Inklusion sollte langfristig kein gesondertes Thema mehr sein, sondern selbstverständlich zum Alltag gehören. Wenn Respekt, Offenheit und Verständnis gelebte Standards sind, profitieren nicht nur Betroffene, sondern wir alle.

Wie erleben Betroffene Herausforderungen beim Reisen und bei Restaurantbesuche? Und wie kann das Sonnenblumen-Symbol unterstützen? Diese Fragen beantworten wir im Folgeinterview – coming soon.