Entwicklung fördern – oder: wenn Mut sichtbar wird

Menschen & Kultur
 -  23.01.26 - 14:36
Zwei junge Frauen arbeiten gemeinsam an einem Laptop

Was passiert, wenn Lernende auf Augenhöhe mitarbeiten und Verantwortung für eigene Projekte übernehmen dürfen? Als Berufsbildnerin begleitet Natascha Ronner, Content Managerin, die Lernende Alisha Faruqui in ihrer Ausbildung zur Mediamatikerin. Täglich erleben wir bei der ZFV in der Berufsbildung, wie junge Menschen mutig Raum einnehmen, wenn wir ihnen als Ausbildungsbetrieb Vertrauen schenken und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Wie das im Falle von Alisha aussieht, schildert Natascha anhand eines aktuellen Beispiels.

Frau sitzt lächelnd auf einer Couch
Autorin
Natascha Ronner Content Managerin & Berufsbildnerin

Manchmal gibt es diese Momente, in denen man spürt: Da passiert gerade etwas Besonderes. Für mich sind das die Augenblicke, in denen Menschen beginnen, über sich hinauszuwachsen. Seit zwei Jahren begleite ich unsere lernende Mediamatikerin Alisha Faruqui. Und sie hat mich auf diesem Weg mehr als einmal tief beeindruckt.

Nach ihrem Basislehrjahr beim Zürcher Lehrbetriebsverband ICT kam Alisha 2024 im zweiten Lehrjahr zur ZFV. Von Anfang an war spürbar: Da ist jemand mit Neugier, Tatendrang und einem echten Willen, zu lernen, zu wachsen und sich einzubringen. Eine Lernende, die nicht besser zu uns passen könnte. Denn als Ausbildungsbetrieb bieten wir bei der ZFV in dreizehn Berufsbildern ein Umfeld voller Entwicklungsmöglichkeiten.

Junge Frau und junger Mann arbeiten an einem Laptop
Junge Frau mit einer Kamera
Mehr als ein Projekt

Alisha hat von Beginn an signalisiert: «Ich übernehme gerne Verantwortung.» Aus diesem Grund haben wir ihr das Projekt für die Fotoshootings der Hintergrundgeschichten im Geschäftsbericht 2025 übergeben. Ein grosses Projekt mit viel Sichtbarkeit und hohen Ansprüchen seitens des Projektteams. Als wir darüber gesprochen haben, war ihre Reaktion nicht Zurückhaltung, sondern Begeisterung. Alisha stellte Fragen, brachte Ideen ein und kam mit einem klaren Plan.

Beim ersten Pitch ihrer Idee wurde mir bewusst, wie viel sie aus ihren bisherigen Trainings mitgenommen hat. Sie dachte strukturiert, verknüpfte Inhalte, argumentierte selbstbewusst und zeigte, dass sie bereit ist, diesen Schritt zu gehen. Selbst auf herausfordernde Fragen fand Alisha Antworten und machte deutlich, dass sie das Konzept nicht nur gelesen, sondern verstanden hatte – mutig und reflektiert. Genau das bedeutet für uns Entwicklung.

Die ZFV setzt auf Ausbildung auf Augenhöhe

Lernende sollen ausprobieren, Verantwortung übernehmen und ihre Persönlichkeit einbringen. Alisha zeigt immer wieder, wie wertvoll dieser Ansatz ist. Sie bringt frische Perspektiven ein, hinterfragt Gewohntes und geht offen mit Feedback um. Nicht nur sie entwickelt sich dabei weiter, auch ich lerne immer wieder gemeinsam mit ihr.

Ausbildung ist bei der ZFV Teamwork. Als Praxisbildner begleitet Grafiker Nico Prisi Alisha im Alltag. Jean-Claude Schmocker, Leiter Nachwuchsförderung, sichert den übergeordneten Rahmen und unterstützt uns Berufsbildnerinnen in der professionellen Begleitung.

Alisha ist ein starkes Beispiel dafür, wie unsere Unternehmenswerte Pioniergeist, Menschlichkeit und Verantwortung auch in der Ausbildung gelebt werden und wertvolle Wirkung entfalten.
 

Frau sitzt lächelnd auf einer Couch
«Ausbildung bei der ZFV heisst, jungen Menschen Raum zu geben, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen.»
Natascha Ronner Content Managerin & Berufsbildnerin
Über den Lehrplan hinaus

Den Beweis dafür liefern ihre Fotos, die sie für die Berichterstattung erfolgreich geplant und umgesetzt hat. Dabei war dies nicht das erste Projekt, das über den regulären Lehrplan hinausging. Bereits im Sommer 2025 durfte Alisha im Rahmen eines zweiwöchigen Praktikums nach Ruanda reisen.