Unsere Geschichte
1894 gegründet, blicken wir auf zahlreiche Meilensteine zurück.
Als Genossenschaft setzen wir uns seit Beginn für die Gesellschaft ein. Verfolge, wie sich unsere Mission über die Jahre entwickelt hat. Und lerne unsere Gründerinnen kennen, die uns bis heute inspirieren.
Damals wie heute von Pionierinnen inspiriert
Im Jahr 1894 beginnt, was uns bis heute prägt. Eine Gruppe mutiger Zürcher Bürgersfrauen schliesst sich zusammen, um einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Als Pionierinnen bekämpfen sie während Jahrzehnten den Alkoholkonsum und dessen Folgen. Sie setzen sich für die Besserstellung der Frauen im Gastgewerbe sowie für die Verbesserung des Volkwohls ein. Allen voran steht Susanna Orelli, die als treibende Kraft wirkt.
Bis heute prägen und inspirieren uns der Mut und der Pioniergeist unserer Gründerinnen. Als Genossenschaft verfolgen wir seit Beginn einen gesellschaftlichen Zweck.
1894: Gründung der ZFV-Genossenschaft
Gründungsgeschichte
19./20. Juni 1894: Kaffee-Hallen-Bazar
1894 schliesst sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern zusammen, um gegen den vorherrschenden Alkoholismus vorzugehen. Ihre Mission: die Lancierung alkoholfreier Gastronomieangebote. Die inspirierende Kraft ist Susanna Orelli. Als sich im Verlauf der weiteren Planung sämtliche Männer aus dem Projekt zurückziehen, setzt sie gemeinsam mit den übrigen Zürcher Bürgerinnen den Plan in die Tat um.
Am 19. und 20. Juni 1894 realisieren die Frauen den «Kaffee-Hallen-Bazar» im damals männerdominierten Gesellschaftshaus der Schildner zum Schneggen am Limmatquai. Der Bazar ist ein absolutes Novum. Zu dieser Zeit werden vorwiegend Bier und Wein ausgeschenkt, da das Kochen von Kaffee als mühselig gilt. Mit ihrem Erfolg beweisen die Frauen das Gegenteil: Nach zwei erfolgreichen Bazartagen beläuft sich der Gesamterlös auf CHF 17'184.60.
27. September 1894: Gründung der ZFV-Genossenschaft
Vom Erfolg beflügelt trifft sich am 11. Juli 1894 das Bazar-Komitee. Die 15 anwesenden Frauen beschliessen, so schnell wie möglich einen Verein zu gründen, Statuten aufzusetzen und ihre Aktivitäten auszuweiten. Am 27. September 1894 gründen sie den «Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl» als Genossenschaft. Erste Präsidentin wird Nanny Huber-Werdmüller.
17. Dezember 1894: Erste alkoholfreie Kaffeestube
Unsere Gründerinnen mieten einen kleinen Nebenbau des damaligen Marthahauses, der früher als Malerwerkstätte genutzt wurde. Dort eröffnen sie ihre erste alkoholfreie Kaffeestube «Zum kleinen Marthahof». Der Gastraum für rund 55 Personen steht allen offen. Es besteht kein Konsumationszwang. Hier sollen sich alle wohl und daheim fühlen. Dieses pionierhafte Engagement wird belohnt. Rund ein Jahr später eröffnen sie zwei weitere Kaffeestuben. Der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmertum ist gelegt.
Entwicklung der Genossenschaft
1894 - 2008: Gründung & Entwicklung
1894: Gründung
Der Ursprung unserer ZFV-Genossenschaft geht zurück auf die Gründung des «Frauenvereins für Mässigkeit und Volkswohl» am 27. September 1894. Noch heute verfolgen wir als Genossenschaft einen gesellschaftlichen Zweck – inspiriert von unseren Gründerinnen und ihrem Engagement für die Besserstellung von Frauen in der Gastronomie.
1895: Erste Statuten
Am 22. Januar 1895 werden die ersten Statuten genehmigt und treten sofort in Kraft.
1910: Erste Namensänderung & Schärfung der Statuten
Die Statuten werden der neuen Namensgebung («Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften») angepasst und der Vereinszweck wird klarer umschrieben.
1975: Statutenanpassung
Durch eine grundlegende Anpassung der Statuten erhalten Männer erstmalig Zugang zu Geschäftsleitungs- sowie Verwaltungsratspositionen. Das Präsidium ist weiterhin Frauen vorbehalten.
1990: Erneute Namensänderung & Eintrag ins Handelsregister
Ursprünglich als Verein gegründet und genossenschaftlich geführt, tragen die ZFV-Gründerinnen ihr Unternehmen erstmals 1990 ins Handelsregister ein. Gleichzeitig wird der «Der Zürcher Frauenverein für alkoholfreies Wirtschaften» zu «ZFV-Unternehmungen» umbenannt, ursprünglich ein Zusatz, der in den späten 80er Jahren verwendet worden ist.
2001: Aufhebung striktes Alkoholverbot & Namensänderung
Das strikte Alkoholverbot wird aufgehoben und die Betriebe in drei Kategorien eingeteilt: A ohne Alkohol, B Ausschank von Wein und Bier, C Ausschank von Wein und Bier sowie Spirituosen.
2008: Namensanpassung
Die ZFV-Unternehmungen werden am 20. Mai 2008 zur Genossenschaft ZFV-Unternehmungen. Obwohl von Beginn an als Genossenschaft geführt, wird der Zusatz «Genossenschaft» erst jetzt offizieller Teil des Firmennamens.
2019: Zukunftstrategie
Mit «ZFV150» verabschieden wir unsere neue Zukunftsstrategie. Mit der Strategie «ZFV150+» bereinigte die ZFV ab 2019 das Portfolio, erweiterte mit Kinderbetreuung und -verpflegung ihre Geschäftsfelder und investierte gezielt in Nachhaltigkeit, Innovation und Mitarbeitendenentwicklung.
2024: Anpassung Zweckartikel
Die Genossenschafterinne stimmen einer wesentlichen Statutenanpassung zu und modernisieren den sog. Zewckartikel (Art. 2). Neu legt dieser verbindlich fest, dass die ZFV im Rahmen ihrer Dienstleistungen in die Allgemeinheit investiert und damit als Genossenschaft eine erhebliche Wirkung auf das Gemeinwohl und die Umwelt erzielen will.
2025: Markenrelaunch
Ende 2025 lanciert ZFV ihren weiterentwickelten Markenauftritt und präsentiert sich in neuem Erscheinungsbild. Die neu gestaltete Dachmarke vereint alle Geschäftsfelder unter einer gemeinsamen Identität. Damit soll die strategische Ausrichtung der Unternehmung erkennbar und die Wirkung der Marke nach aussen gestärkt werden. Zudem wird die Kurzbezeichnung «ZFV-Genossenschaft» eingeführt. Sie unterstreicht die Unternehmensform während die Wortmarke «ZFV» für eine klare Erkennbarkeit in einem dynamischen Markt sorgt.
Entwicklung unserer Geschäftsfelder
Gastronomie
Seit 1894: Gastronomie & Restaurants
1894: Einstieg in die Gastronomie
Die alkoholfreie Kaffeestube «Kleiner Marthahof» wird zum ersten ZFV-Betrieb. Bereits im Folgejahr kommen mit «Rose» und «Frohsinn» zwei weitere Gasthäuser dazu.
2004: Das erste Restaurant-Konzept
Mit «Mishio» lancieren wir das erste Restaurantkonzept der ZFV mit mehreren Betrieben. Das Gastronomiekonzept steht für die schnelle, frische und gesunde asiatische Garküche. 2005 wird «Mishio» in der Kategorie «Newcomer» mit dem «Best of Swiss Gastro Award» ausgezeichnet.
2015: Lilly Jo
Mit dem Restaurant Lilly Jo realisieren wir im Kulturpark Zürich-West ein frisches, zukunftweisendes Gastronomiekonzept.
Seit 1914: Gemeinschaftsgastronomie
1914: Einstieg in die Gemeinschaftsgastronomie im Bildungsbereich
Unter der Führung von Susanna Orelli und Nanny Huber-Werdmüller übernehmen wir die Mensa im neu erstellten Kollegiengebäude der Universität Zürich (UZH). Dieser Meilenstein ist der Start für den Einstieg in die Gemeinschaftsgastronomie im Bildungsbereich. Bis heute verpflegen wir Dozierende, Studierende, Mitarbeitende und Gäste der UZH.
In den Jahren darauf folgen zahlreiche weitere Betriebe der Gemeinschaftsgastronomie an Hochschulen, Gymnasien, Privatschulen, Berufs- und Kantonsschulen sowie an weiteren Universitäten.
2009: Universität Bern
Als zweite Universität übernehmen wir die Gastronomie in Bern und damit mehrere Gastronomieeinrichtungen. Hier führen wir erstmalig das ZFV-Gastronomiekonzept «Flavour Kitchen» ein. Dieses basiert auf einer gesunden, genussvollen Küche.
2010: Übernahme PHZH
Am neu eröffneten Standort der Pädagogischen Hochschule (PHZH) an der Europaallee Zürich, sind wir für die Gastronomie zuständig – und dies bis heute.
2014: Gastronomie im Toni-Areal
In der ehemaligen Molkerei des Toni-Areals verpflegen wir die Gäste von zwei Hochschulen: der ZHdK und der ZHAW. Eine Mensa, eine Cafeteria, ein Bistro und eine hauseigene Konditorei gehören zu unserem umfangreichen Angebot.
2020: Partnerschaft mit ViCAFE
Die Partnerschaft mit ViCAFE erweitern unsere Kaffeekompetenzen. Es werden mehrere ViCAFE-Standorte an ZFV-Begegnungsorten umgesetzt: im Toni-Areal sowie an der Universität Zürich auf dem Irchel Campus und im Rondell am Campus Zentrum.
2021: Universität Luzern
Wir übernehmen die Gastronomie der Universität und der Pädagogischen Hochschule Luzern im Uni/PH-Gebäude und setzen mit einer vegetarischen Mensa ein überraschendes Konzept um.
2023: Neuer Campus, neue Konzepte & Teil einer Dauerausstellung
- Mit dem Flavour Kitchen Basel und der Science Lounge eröffnen wir die Gastronomie im Neubau am ETHZ Campus Schällemätteli in Basel.
- Im Dezember 2023 eröffnen wir das Green Kitchen Lab. Das Mensakonzept setzt neue Massstäbe für die Verpflegung im Bildungsbereich: KI-Kassen, ein Onlinereservationssystem sowie Menüs, die auf pflanzenbasierten Zutaten basieren, machen es besonders.
- Wir freuen uns über den Gewinn der Ausschreibung der ZHAW-Standorte.
Seit 1990: Personalverpflegung
1990: Einstieg in die Personalverpflegung
Im Auftrag der damaligen Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) eröffnen wir das Restaurants «Orbit» in Zürich-Oerlikon. Kurz darauf folgt im Auftrag des Schweizerischen Bankvereins (SBV) das Restaurant «Key West» in Zürich-Altstetten. Damit gehen wir die ersten Schritte im Bereich der Personalverpflegung.
In den Folgejahren gewinnen wir zahlreiche weitere Kund:innen.
2000: Über die Kantonsgrenzen hinaus
Im Auftrag der UBS AG eröffnen wir sechs weitere Personalrestaurants und weiten unseren Aktionsradius von Zürich nach Bern, Basel und St. Gallen aus.
2010: Expansion in die Westschweiz
Wir übernehmen das Personalrestaurants «Le Provençal» der Helsana Versicherungen AG in Lausanne. Seither sind wir in der ganzen Schweiz aktiv.
2017: SBB-Restaurants
Mit der zeitgleichen Übernahme von 23 SBB-Restaurants in der ganzen Schweiz gelingt uns eine logistische Meisterleistung.
2024: B1 Rooftop Bistro
Mitten in Basel eröffnen wir im Auftrag von Helvetia das B1 Rooftop Bistro. Mit dem Konzept dieses ersten Lifestyle-Bar-Bistros der ZFV setzen wir neue Massstäbe.
Seit 2007: Freizeitgastronomie
2007: Einstieg in die Freizeitgastronomie
Wir übernehmen die gesamte Gastronomie im Stadion Letzigrund mit dem Restaurant «Oval», der VIP-Verpflegung in elf Logen sowie der Lounge und den 18 Aussenständen.
2009: Verkehrshaus der Schweiz
Im Verkehrshaus der Schweiz eröffnen wir die neuen Restaurants «Mercato» und «Piccard».
In den Jahren darauf folgen die Übernahmen der Gastronomieangebote am Technorama in Winterthur sowie des Technoparks in Zürich.
2023: Teil der Dauerausstellung im Verkehrshaus der Schweiz
Wir sind Verpflegungspartnerin für die Eröffnungsfeier der Dauerausstellung «Experience Energy» im Verkehrshaus. Das eigens dafür kreierte, klimafreundliche Menü begeistert unter anderem die hochrangigen politischen Gästen. Das partnerschaftlich entwickelte Menüleitsystem FOOD2050 zeigt die Klimawirkung der servierten Speisen auf. Heute ist FOOD2050 in Form einer digitale Anzeige Teil der Dauerausstellung. Dort entdecken Besucher:innen die Klimadaten aller im Restaurant «Mercato» servierten Speisen.
Hotellerie
1897: Erster Grundstein für die Sorell Hotels & Restaurants
Mit dem Hotel Rütli im Zürcher Niederdorf steigen wir in die Hotellerie ein.
1900: Hotel Zürichberg – das Volks- und Kurhaus für alle
Mit dem Bau des Hotels Zürichberg als alkoholfreies Volks- und Kurhaus erfüllt sich Susanna Orelli einen lang gehegten Traum. Der Ort mit spektakulärem Blick steht allen Menschen, unabhängig von ihrem sozialen Stand offen. Während der Jahrhundertwende eine Besonderheit.
2002-2024: Sorell Hotels Switzerland – Entwicklung & Wandel
2002: Neue Marke
Für die Hotels schaffen wir eine neue Marke: «Sorell Hotels Switzerland». Der Name ist inspiriert von unserer Pionierin Susanna Orelli.
2015: Neue Strategie
Wir schärfen die Strategie der mittlwerweile 17 Hotels. Ein frischer Auftritt verleiht der Marke neuen Schwung.
2024: Neuer Markenauftritt
Nebst einer komplett neuen Positionierung und einem neuen Markenauftritt lancieren wir unsere überarbeitete Sorell Webseite sorellhotels.com. Sie widerspiegelt den modernisierten Markenauftritt
2020-2025: Neueröffnungen & Konzeptentwicklungen
2020: Boutique-Hotel City Weissenstein, St. Gallen & Boutique-Hotel St. Peter, Zürich
Im Jahr 2020 feiern wir gleich zwei Neueröffnungen: zum einen das Boutique-Hotel City Weissenstein, das im Zentrum von St. Gallen liegt und dessen farbenfrohes Interieur von der Textilstadt inspiriert ist. Zum andern öffnen wir das Boutique-Hotel St. Peter in der Zürcher Altstadt direkt neben der Kirche St. Peter, deren grosses Ziffernblatt unzählige Touristen anzieht.
2022: Boutique-Hotel Seidenhof und Restaurant Enja, Zürich
Nach einem umfassenden Umbau feiern wir im Boutique-Hotel Seidenhof, nur wenige Schritte von der Bahnhofstrasse entfernt, die Wiedereröffnung. Das zum Hotel gehörende Restaurant Enja begeistert mit seinem idyllischen Garten und einer offenen, modernen Atmosphäre.
2024: Café Bar Flor, Zürich
Mit dem Umbau des Erdgeschosses im Boutique-Hotel Seefeld entsteht die Café Bar «FLOR». Die Inneneinrichtung, inspiriert vom nahegelegenen See, vereint zahlreiche liebevolle Details von lokalen Künstler:innen. In der angrenzenden Lobby lädt neu ein Changemaker-Shop zum Entdecken und Einkaufen ein.
2025: Boutique-Hotel Speer, Rapperswil & Restaurant Sol, Dübendorf
Gemeinsam mit der renommierten Innenarchitektin Virginia Maissen wird das Hotel Speer vollständig im Boutique-Stil neu gestaltet. Ab Frühling 2025begrüsst das einzige 4-Sterne-Haus in Rapperswil seine Gäste als stilvoller Begegnungsort.. Im Herbst 2025 lancieren wir im Restaurant «Sol» des Hotels Sonnental in Dübendorf ein atrraktives Gastronomiekonzept.
Events & Catering
1914: Einstieg in die Festwirtschaft
Mit einem Team aus 120 Mitarbeitenden verpflegen wir die Gäste der Schweizerischen Landesausstellung (LANDI) in Bern. Der Startschuss für Festwirtschaften. 1939 folgte die LANDI in Zürich sowie die Verpflegung der Saffa (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit) 1928 in Bern und 1958 in Zürich.
Beteiligungen & strategische Partnerschaften
Gemeinsame Entwicklung & Innovationen
2022: Partnerschaft mit ViCAFE
Die strategische Partnerschaft mit ViCAFE erweitert die Kaffeekompetenzen der ZFV. Im Toni-Areal eröffnen wir gemeinsam den ersten ViCAFE-Standort, zwei weitere folgen an der Universität Zürich (Irchel und Zentrum).
2021: FOOD2050
Auf der Suche nach einer Umsetzungspartnerin mit dem gleichen Weitblick findet das Start-up «FOOD2050» zu uns und wir zusammen. Gemeinsam setzen wir seine Vision eines Menüleitsystems um. Das gemeinsame Ziel: Wir wollen Gäste und Konsument:innen transparent über die Klimawirkung und Ausgewogenheit ihrer Ernährung informieren.
2023: Partnerschaft roots & Swiss Food & Nutrition Valley (SFNV)
- Mit der strategischen Partnerschaft mit der EVEN GmbH/roots stärken wir als ZFV unsere Kompetenzen in der pflanzenbasierten Küche. Gemeinsam inspirieren wir die ZFV-Küchenteams weiter und führen regelmässige Schulungen durch.
- Als erste Gastronomie-Partnerin traten wir im Sommer 2023 dem Swiss Food & Nutrition Valley bei – einem schweizweiten Netzwerk, das die wichtige Akteur:innen der Lebensmittelbranche verbindet. Gemeinsam setzen wir uns für Lösungen ein, die die grossen Herausforderungen in Ernährung, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit angehen und die Gesundheit von Mensch und Planet stärken. Seit 2024 ist das «Valley» zudem Partnerin des ersten ZLL Innovation Calls des ZFV-Living Labs – ein weiterer Schritt, um gemeinsam zukunftsweisende Ideen voranzutreiben.
Neues auf den Tellern
Neben strategischen Partnerschaften und Beteiligungen unterstützen wir Start-ups und Jungunternehmen im Bereich pflanzenbasierter Produkte. So servierten wir die Produkte von «Yumame Foods» erstmalig in einer Mensa. Die vegane Käserei «New roots» liefert verschiedene Zutaten für unsere veganen Kreationen. Genauso trägt EggField mit ihrer pflanzlichen Ei-Alternative zu unseren Menüs bei. Weitere Partner:innen, die unsere Menüs bereichern sind: Catch-Free, Future Nature, Luya, Outlawz, Protaneo, Kernser Edelpilze, BettaF!sh, Planted, Brewbee und weitere.
Beteiligungen
2022: Steasy
Als Partnerin und Investorin von «steasy» erweitern wir unsere Verpflegungskompetenzen über die Grenzen unserer Begegnungsorte hinaus. Wir helfen dem innovativen Start-up dabei, seine Idee auf den Markt zu bringen. Der erste portable Mini-Steamer «steasy» wird 2024 lanciert.
2023: John Baker AG
«Jung», ein Joint Venture zu gleichen Teilen mit der John Baker AG, setzt neue Massstäbe. Wir bewahren traditionelle Rezepte und transportieren sie gelegentlich in die Neuzeit, wobei unsere Liebe zum Handwerk und den besten Zutaten stets erhalten bleibt, in unseren Bäckereistandorten und der Manufaktur in Altstetten.
Kinderbetreuung & -verpflegung
2022: Einstieg in die Kinderbetreuung und -verpflegung
Mit der Übernahme der KIMI Krippen AG und der TACADIS AG steigen wir in die Kinderbetreuung und -verpflegung ein. Rund 30 Kinderhorte, -krippen und Mittagstische werden schweizweit von ZFV betreut.
2024: Neues Raumkonzept
Die KIMI Krippen AG entwickelt ein neues Raumkonzept, das auf aktuellen pädagogischen Erkenntnissen basiert. Es fördert die Bewegung und berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Die neu eröffnete Kinderkrippe Münchenstein (BL) wird als erste mit dem neuen Raumkonzept gestaltet.
Bäckerei Bereich
1973: Einstieg in den Bäckereibetrieb
Mit der Eröffnung der eigenen Zentralbäckerei in Dübendorf steigen wir in das Bäckereigeschäft ein. Bis zum Verkauf 1992 führt die ZFV diese mit viel Leidenschaft.
Pionierarbeit, Engagement & pflanzenbasierte Küche
Unsere Pionierinnen
1908: Gründung der Vorsteherinnenschule
Mit ihrer modernen Personalpolitik setzt Susanna Orelli neue Massstäbe. Sie zahlt ihren Mitarbeiterinnen einen festen Monatslohn und führt eine Altersvorsorge ein - für damalige Gegebenheiten eine Revolution. 1908 gründet sie die Vorsteherinnenschule, um die Berufschancen von Frauen in der Gastronomie zu erhöhen.
Klimafreundliche & ausgewogene Ernährung
Seit 2008: Menüleitsystem & Ernährungskonzepte
2008: Konzept «Bewusst geniessen»
Wir lancieren den Ernährungskompass für gesundheitsbewusste Ernährung der ZFV.
2016: Initiative «Aus Freude am Genuss»
Mit der Initiative «Freude am Genuss» inspirieren wir zu bewusster Ernährung und nehmen das Gesundheitsbewusstsein unserer Gäste und ihre Bedürfnisse nach mehr Transparenz und Nachhaltigkeit auf.
2020: Neuer Menü-Nachhaltigkeitsindex für Umwelt und Gesundheit
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelt für die ZFV den Menü-Nachhaltigkeits-Index (MNI). Erstmals kennzeichnen wir alle Mahlzeiten in der Gemeinschaftsgastronomie nach Ausgewogenheit und Umweltfreundlichkeit.
2022-2024: Entwicklung Menüleitsystem FOOD2050
Im Januar 2022 starteten wir an der UZH Irchel mit einem FOOD2050-Produkteangebot. Mittels QR-Codes, die auf Foodprofile verlinkten, zelebrierten wir nachhaltigen Genuss. Aus diesem Pilotprojekt entwickelten wir in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Start-up das Menüleitsystem FOOD2050, welches das Erderwärmungspotential in Grad Celsius ausweist:
- Nach einer erfolgreichen Testphase implementieren wir 2023 FOOD2050 2023 in rund 80 ZFV-Betrieben. Darunter auch im Verkehrshaus der Schweiz. Dort wird das innovative Menüleitsystem zusätzlich Teil der Dauerausstellung «Experience Energy». Über einen fix installiertes Touchpanel entdecken die Besucher:innen die Klimawirkung aller im Restaurant «Mercato» servierten Speisen in Grad Celsius Erderwärmung.
- 2024 rollen wir das Menüleitsystem FOOD2050 in sämtlichen ZFV-Betrieben der Gemeinschaftsgastronomie aus.
Seit 2015: Pflanzenbasierte Mensen
2015: Erste vegetarisch/vegane Mensa in Zürich
Mit dem «Rämi59» schaffen wir an der Universität Zürich die schweizweit erste rein vegetarisch-vegane Mensa.
2021: Pflanzenbasierte Mensa in Luzern
Wir eröffnen die Mensa «1574» an der Universität und der Pädagogischen Hochschule Luzern im Uni/PH-Gebäude. Das Konzept basiert auf vegetarischen und veganen Menüs. Fleisch wird nur von den Foodtrucks ausserhalb des Gebäudes angeboten.
2023: Green Kitchen Lab
Das «Green Kitchen Lab» an der Universität Zürich (UZH) setzt neue Massstäbe für pflanzenbasierte Angebote in Mensen. Das Konzept basiert auf vegetarischen oder veganen Tagesmenüs, die auf Wunsch mit hochwertigem Schweizer Fleisch als «Add ons» bestellt werden können. Gleich mehrere Besonderheiten warten hier auf Studierende, Dozierende und Besucher:innen:
- Pflanzenbasierte Menüs – zubereitet vor den Augen unserer Gäste.
- Hochwertiges Schweizer Fleisch als zusätzlich bestellbare «Add ons».
- Das erste Onlinereservationssystem in einer Mensa.
- Vollautomatisierte KI-Kassen.
Nachhaltigkeit
2013: Gründung von «United Against Waste»
Gemeinsam mit Branchenkolleg:innen gründen wir den Verein «United Against Waste» (UAW) als Branchenzusammenschluss der Schweizer Lebensmittelbranche. UAW engagiert sich aktiv für eine Reduktion von Food Waste entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
2022: Unterzeichnung des Halbierungsziels
Wir unterzeichnen die branchenübergreifende Vereinbarung zur Reduktion von Food Waste. Unser gemeinsames Ziel: Die Halbierung von Food Waste bis 2030 in der Schweizer Lebensmittelwertschöpfungskette.
2023: Validierung der Klimaziele
Die ZFV hat sich in Übereinstimmung mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) kurz- und langfristige wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele gesetzt. Diese entsprechen dem 1.5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens und verpflichten uns als Unternehmen zum globalen Netto-Null-Ziel bis 2050.
2024: ZFV-Living Lab (ZLL)
Was 2022 mit dem partnerschaftlichen Pilotprojekt «FOOD2050» beginnt, wird zur Plattform für Open Innovation für alle. 2024 lancieren wir das ZFV-Living Lab (ZLL). Als individuelle Test- und Lernumgebung fördert das ZLL unseren Ansatz der gemeinsamen Entwicklung. Hier geben wir Start-ups, Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre Ideen direkt am Markt zu testen. Im Zentrum steht unser Nachhaltigkeitsanspruch. Das ZLL ist eine strategische Massnahme, um die Reduktion von Treibhausgasemissionen in der Gastronomie voranzutreiben und wirkungsvolle Innovationen schneller in die Praxis zu bringen. Mit dem ZLL-Innovation-Call rufen wir zudem einmal pro Jahr gezielt Start-ups zur Bewerbung auf. Sie können ihre Ideen und Technologien zur CO₂-Reduktion in der Gastronomie präsentieren. Die überzeugendsten und vielversprechendsten Lösungen werden ausgewählt und gemeinsam mit uns unter realen Bedingungen pilotiert – dort, wo sie ihre Wirkung unmittelbar entfalten können.