Erneuert: Wandel & beständige Gastfreundschaft

Menschen & Kultur
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Frau in Uniform macht ein Hotelbett

Im Sorell Hotel Seefeld ist gerade einiges im Wandel: 2020 wurden sämtliche Zimmer renoviert und das Hotel als 4*-Haus klassifiziert. Nun sind die Lobby und die Bar im Seefeld an der Reihe. Mit einem neuen Gastronomiekonzept wird der Begegnungsort Mitte April als «Cafe Flor» eröffnet. Wir begleiten Gouvernante Karen bei ihrer Arbeit und sprechen mit ihr über den Wandel und gelebte Gastfreundschaft als beständige Komponente.

2023 – ein Jahr voller Erfolgsgeschichten

Diese Geschichte ist Teil vom Geschäftsbericht 2023. Den Jahresrückblick mit sämtlichen Beiträgen findest du hier.

Mit der Schreinerei Wieland, dem Innenarchitekturbüro Nader Interieur und der Keramikerin Sibylle wird beim Umbau der Hotellobby und neugestaltung der Gastronomie auf lokale Partner:innen gesetzt. Mit besonderen Projekten – wie der Verwandlung von ehemaligem Cateringgeschirr in kleine Kunstwerke oder Designlampen aus dem 3-D-Drucker – wird Kunst auf kreative Art zurück ins Seefeld geholt. Während also der Wandel in vollem Gange ist, gibt es auch beständige Komponenten im Hotel: Viele der Gäste kommen schon seit Jahren hierher. Für sie ist das Sorell Hotel im Herzen des Seefelds ein zweites Zuhause.

Beständige Gastfreundschaft

Wenn was über all die Jahre seit der Eröffnung 2001 unverändert geblieben ist, ist es die Gastfreundschaft, die hier gelebt wird. Eine der langjährigen Gastgeber:innen vor Ort ist Karen. Sie ist seit über vierzehn Jahren die gute Seele des Hotels, startete als Reinigungsfachkraft und wurde vor fünf Jahren zur Gouvernante befördert. Heute ist sie für ein Team aus fünf Reinigungsfachkräften sowie zwei Portiers verantwortlich und übernimmt zudem die Ausbildung der Hotelfachfrauen und -männer. Als wir Karen, die eigentlich Daisy heisst, nach ihrem doch ungewöhnlich weitentfernten Spitznamen fragen, lacht sie: «Meine Eltern konnten sich bei meiner Geburt nur schwer auf einen Namen einigen. Mein Vater fand den Namen Daisy schön, meine Mutter Karen. Sie hat schlussendlich nachgegeben, mich aber dennoch immer Karen genannt. Das ist dann irgendwie geblieben.» Karens Lachen ist ansteckend, die gebürtige Ecuadorianerin ist eine Frohnatur, die ihre Heimat in der Schweiz gefunden hat. Karen: «Die Schweiz ist mein Zuhause und im Sorell Hotel Seefeld habe ich meine zweite Familie gefunden.» 

Frau reinigt eine Stehlampe in einem Hotelzimmer
Karen arbeitet seit vierzehn Jahren im Sorell Hotel Seefeld und wurde vor fünf Jahren zur Gouvernante befördert.
Junge Frau sitzt an einem Laptop vor einer bunten Tapete
Die Zimmer im Sorell Hotel Seefeld wurden 2018-2020 vollständig renoviert. Neben modernen Betten, bieten sie auch bunte Arbeitsplätze und Verweilmöglichkeiten.

Wandel und Beständigkeit

Karen erzählt uns von zahlreichen Stammgästen, die schon seit vielen Jahren das Hotel besuchen und die sie alle mit Namen kennt. Sie alle freuten sich 2020 über die frisch renovierten Zimmer mit den farbenfrohen Tapeten und den bequemen Bockspringbetten. Mit dem Umbau der Lobby und dem brandneuen Gastronomiekonzept wird der Wandel nun komplett. Karin: «Ich freue mich so sehr auf die Eröffnung im April. Wir haben immer alles für einen unvergesslichen Aufenthalt der Gäste gegeben. Mit dem neuen Interieur und dem erweiterten Gastronomiekonzept können wir das Gästeerlebnis nun noch umfangreicher gestalten und unsere Vielfalt noch besser zeigen.» Nicht nur Karen kennen die Gäste beim Namen, auch andere Mitarbeitende arbeiten genau wie Karen schon viele Jahre im Hotel. Unter anderem auch der Hoteldirektor: Marko war bereits bei der allerersten Eröffnung des Hotel Seefelds am 18. April 2001 Hoteldirektor und ist es bis heute geblieben. Er ist mit ein Grund, warum Karen vor fünf Jahren die Chance für die Beförderung zur Gouvernante erhalten hat. 

Chancen im Hotel

Damals hatte sie gerade ihre Weiterbildung abgeschlossen und musste nicht lange darüber nachdenken. Karen: «Von meinem ersten Arbeitstag an wurde ich von meiner damaligen Gouvernante und meinem Hoteldirektor gefördert und habe von ihnen sehr viel Wertschätzung erhalten. Meine Gouvernante schärfte mir ein, an mich zu glauben und mir fixe Ziele zu setzen. Als mir die Beförderung angeboten wurde, habe ich daher keine Sekunde an mir gezweifelt.» Denn nicht nur Gastfreundschaft hat im Sorell Hotel Tradition, sondern auch die Förderung der Mitarbeitenden. Karen trägt diese Werte nun weiter und übernimmt auch die wichtige Aufgabe der Nachwuchsausbildung. Die beiden Lernenden «Hotelfachfrau EFZ» sind aktuell bei ihr auf der Etage und lernen, was Raumpflege, Gästebetreuung und Hygienerichtlinien alles beinhalten. Karen: «Bei der Ausbildung ist mir sehr wichtig, dass alle Lernenden Freude an ihren Aufgaben haben und sich entwickeln können. Auch ein ehrlicher Austausch, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für mich wichtige Werte. Wir lernen gemeinsam, ich selbst entwickle mich schliesslich auch jeden Tag etwas weiter.»

Frau mit Reinigungsutensilien steht in einem Hotelzimmer und lächelt in die Kamera
Mein Arbeitsort entwickelt sich weiter und ich kann es kaum erwarten, bis wir das Hotel fertig Umgebaut unseren Gästen präsentieren können. Gastfreundschaft haben wir immer schon gelebt, aber mit dem neuen Gastronomieangebot können wir das Gästeerlebnis nun noch umfangreicher abdecken.
Daysi Guggelmann «Karen» Gouvernante

Karen gibt ihr Wissen und ihre Freude am Beruf weiter. Und sorgt dafür, dass die Gastfreundschaft im Sorell Hotel Seefeld auch weit über die Eröffnung hinaus gelebt wird. Diese findet übrigens wieder am exakt gleichen Datum statt, wie damals 2001.

Sorell Hotel Seefeld und seine Geschichte

1999 wurde das damalige Hotel Florida zum vierten Hotel des ZFV. 2001 wurde es nach einem umfangreichen Umbau als Hotel Seefeld wiedereröffnet. Ein Jahr darauf wurde es Teil der von uns gegründeten Marke «Sorell Hotel Switzerland». In mehreren Etagen wurden von 2018 bis 2020 sämtliche Zimmer in Zusammenarbeit mit dem Architekten Fierz umfangreich renoviert und neu möbliert. Übrigens ist das derselbe Architekt, mit dem bereits 2000/2001 gearbeitet wurde. 2020 erhielt das Hotel dafür die 4*-Klassifizierung. Beim aktuellen Umbau wird viel Wert auf lokale Partnerschaften gelegt.